Warum Gott ohnmächtig wurde!

Also, Henning zu Henningsheim hat mich ja gefragt, ob Gott
bereits ohnmächtig war, bevor er unsichtbar wurde, oder ob
er bereits unsichtbar war, bevor er ohnmächtig wurde.

Ich bin ja Hasologe und deshalb habe ich mich ausnahmsweise mal nicht an Hein
gewendet, sondern an den Osterhasen, und der hat mir das genau erklärt:

Gott lebt ja in der vierten Dimension und hat nur einen indirekten Zugang zu unserem Universum, daher ist er immer unsichtbar. Im Gegensatz dazu lebt der Osterhase in der sechsten Dimension und hat eine Hintertüre zu unserem Universum, daher kann er mich auch besuchen wenn ich ihn rufe.

Und die Geschichte mit der Ohnmacht, die hat mir der Osterhase, nicht ohne ein amüsiertes Lächeln, folgendermassen präzise erklärt:

Gott hat versucht das Universum zu erschaffen, doch hat seine Kraft nicht gereicht und er fiel in Ohnmacht. Der Osterhase, das gütige Wesen, stand hinter ihm und hat seinem Versuch interessiert zugeschaut. Und als er sah, dass Gott in Ohnmacht fiel, hatte er Bedauern mit diesem armen Kerl, der sich völlig übernommen hatte, und so schlug er mit seinem Schwanz drei mal auf die Ewigkeit und erschuf kurzerhand das Universum ohne jegliche Anstrengung.

Aber als Gott wieder aus seiner Ohnmacht auftauchte, war er überzeugt, er hätte das Universum selbst erschaffen, und so machte er sich natürlich sofort wieder, wie ein Junkie, weiter an sein eingebildetes Werk.

Doch was geschah?

Natürlich fiel Gott wieder in Ohnmacht, und die Geschichte wiederholte sich. Der nette Osterhase, der wie immer hinter ihm stand, erbarmte sich seiner und erschuf so auch den zweiten Tag.

Und so ging das weiter bis zum sechsten Tag, und Gott war überzeugt, dass er das alles selbst erschaffen hatte. Doch am siebten Tag war er so erschöpft, dass er sich den ganzen Tag ausruhen musste. Danach hatte er die Schnauze so was von voll, dass er aufhörte und behauptete, dass das gut war, was er seiner Meinung nach erschaffen hatte.

Natürlich wissen wir heute, dass dem gar nicht so ist, dass das gar nicht so gut war, was er sich da einbildete. Doch der Osterhase wollte ihm die Illusion nicht nehmen und beliess es bei dieser unvollkommenen Schöpfung.

Aber jetzt kennen wir ja die Wahrheit: Gott ist ein armer Wicht dem der Osterhase aus seinem Schlamassel rausgeholfen hat.

Doch bescheiden und gütig wie der Osterhase nun mal ist, hat sich der Osterhase nie in den Vordergrund gedrängt. Nein, ganz im Gegenteil, jedes Jahr an Ostern geht er brav seine Eier an die Kinderlein verteilen und lässt Gott im Glauben leben, dass er ein mächtiger Schöpfer sei.

Danke lieber Osterhase, du bist ja so gütig.
Aber vielleicht auch ein wenig zu gütig, oder?

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4 Kommentare

  1. Wer hätte das gedacht , der Osterhase…
    Lasset uns Menschen schaffen, ein Bild das uns gleich sei: Rammler wie Strauß-Kahn und Häsinnen ähnlich dem optimal pigmentierten Zimmermädchen, dessen Name im FOCUS zu lesen ist ? Vieles erklärt sich jetzt von selbst.
    Danke mein Lieber …

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  2. Da musst du die Amis drüben überm Teich fragen, die haben den Sack doch zu dem gemacht, was er heute ist. Der Osterhase distanziert sich jedoch von jeglichem Zusammenhang mit ihm, denn er hat ihn weder in der vierten noch in der sechsten Dimension jemals angetroffen. Hat er mir jedenfalls so gesagt.

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